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Maman Maman Maman

37 min, Farbe, D 2019





Viel zu selten erleben wir den Prozess des Abschiednehmens als absurde, potenziell sogar urko-
mische Geschichte. Lucia Margarita Bauers Großmutter Babet Berger starb am 6. April 2012.
Die Geschichte ihrer halbkriminellen Überführung vom süddeutschen Riedlingen via Paris
(inklusive Bustour und Seine-Rundfahrt) ins französische Grab ihres Ehemanns war Ausgangs-
punkt zum Film Maman Maman Maman mit dem sich Lucia auf die Suche nach ihren eigenen
Wurzeln begibt und wie selbstverständlich an der einen oder anderen Abzweigungen hängen
bleibt.
Wie schon bei ihrem Debütfilm Die Schlange im Einmachglas aus dem Jahr 2013 bedient sich
Lucia in Maman Maman Maman zahlreicher filmischer Quellen - Briefe, Fotos, Gegenstände
aller Art, Handyfilme der Cousinen, eigene Aufnahmen der Urgroßeltern, sowie Super-8-Filme
der Großmutter selbst. Entstanden ist ein kaleidoskopartiges Anti-Portrait, dessen Partikel in
alle Richtungen streben, dessen Zentrum aber bis zum Schluss obskur bleibt – über das Leben
und die tiefe Verwandtschaft von Tragik und Komik, Slapstick und Tod.


Trailer


Weltpremiere
International Film Festival Rotterdam
und
Woche der Kritik


Gefördert von
Künstlerinnenstipendium Film/Video-Berliner Senat,
Filmwerkstatt Kiel